BGW errichtet Neubau für Start-ups und bereits etablierte Unternehmen

Innovationszentrum Campus Bielefeld fördert den Wissenstransfer und schafft neue Arbeitsplätze

In unmittelbarer Nähe zu Universität und Fachhochschule errichtet die BGW (Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH) das ICB (Innovationszentrum Campus Bielefeld). Start-ups und bereits etablierte Unter-nehmen haben die Möglichkeit, auf einer Gesamtfläche von 8.200 Quadratmetern Büros, Labore, Werkstätten und Konferenzräume anzumieten; insgesamt können dadurch rund 500 Arbeitsplätze geschaffen werden. „Mit dem ersten Spatenstich beginnt am heutigen Tag die Realisierung eines Leitprojektes, das für gelingenden Wissenstransfer und Unternehmertum steht“, sagte Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW, am Montag (15. Februar) in Bielefeld. Hier entstehe ein integriertes Zentrum, das jungen Unternehmen einerseits Räumlichkeiten bereitstellt, andererseits aber auch fachlich-inhaltliche Leistungen wie z.B. eine Gründungsberatung anbiete. „Damit tragen wir am Wissenschaftsstandort OWL dazu bei, Nordrhein-Westfalen zum Gründerland Nummer 1 zu machen“, so der NRW-Wirtschaftsminister. Das Land und der Bund fördern das insgesamt 30 Millionen Euro (netto) teure Projekt, dessen Fertigstellung für Frühjahr 2018 geplant ist, mit insgesamt 11,8 Millionen Euro.

„Die Bielefelder Hochschulen bilden hochqualifizerte junge Menschen aus. Ziel muss es sein, diese High Potentials in unserer Stadt zu halten und ihnen zu ermöglichen, Existenzen zu gründen und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Innovationszentrum ist dafür ein wichtiger Baustein“, erklärte Norbert Müller, Geschäftsführer der BGW, die seit Januar 2012 bereits das Technologiezentrum an der Meisenstraße betreibt. Schwerpunkte des Zentrums werden die Technologiefelder Intelligente Technische Systeme und Molekular- und Nanowissenschaften sein, die an der Universität und der Fachhochschule stark verankert sind. Das neue Innovationszentrum Campus Bielefeld ist als integriertes Zentrum geplant. Der vom Land NRW und Bund geförderte Bereich richtet sich an Gründerunternehmen, die sich in der Konzept-, Start- und ersten Entwicklungsphase befinden und hochschulnahe Räumlichkeiten benötigen. Der ohne Fördermittel realisierte Bereich bietet Unternehmen, die bereits am Markt tätig sind, die Chance auf ein weiteres Wachstum. „Die Zweiteilung hat den Vorteil, dass die Neugründer in ihren schon erfolgreichen Nachbarn Vorbilder haben und potenzielle Partner gewinnen, von denen sie lernen und profitieren können“, so Norbert Müller.

Das Innovationszentrum Campus Bielefeld entsteht auf einem 6.425 Quadratmeter großen Grundstück, das zuvor als Parkplatz genutzt worden ist. Der Komplex besteht aus vier Gebäudeteilen mit einem zentralen Empfangsbereich und wird viergeschossig (drei Geschosse und ein Staffelgeschoss) errichtet. Die Büros sind ab 15 Quadratmeter und die Labors ab 25 Quadratmeter groß. In einer Tiefgarage stehen 124 Autostellplätze zur Verfügung.